Sonntag, 17. September 2017

Neues Rennformat und coole Strecke

Das Rennen der deutschen Bundesliga in Titisee-Neustadt war in vieler Hinsicht etwas besonderes. Es wurde als Test mit einer verkürzten Renndauer von knapp einer Stunde und kürzerer Runde mit rund 3 Kilometer durchgeführt. Die Strecke mit einem hohen Trailanteil hatte es jedoch mit knapp 150 Höhenmeter in sich. Zudem wurden die Elite- und U23-Fahrer am Samstagabend zusammen auf die Strecke geschickt und gewertet.

Das Teilnehmerfeld mit den deutschen Grössen wurde unter anderem ergänzt um den U23-Weltmeister und dem Elite-Europameister. Obwohl ich mit einer abklingenden Erkältung anreiste, hatte ich mir einiges vorgenommen..


Spezieller Start den Auslaufhügel der Sprungschanze hoch

Beim Start auf der Sprungschanze kam ich erst mal schlecht weg. Die ersten Pedalumdrehungen drehte mein Hinterrad im tiefen Dreck nur durch. So fand ich mich auf etwa der 35-igsten Position wieder und ich dachte schon das Rennen wird nichts mehr. Im folgenden Strassenaufstieg bis zum ersten Trail kam ich dann aber kraftvoll vorwärts und reihte mich auf der 9. Position ein. Na das war doch super und so konnte das Rennen so richtig los gehen.





Die folgenden Runden waren dann ein harter Kampf auf der tollen Strecke mit vielen Positionswechseln. Die Beine waren super doch leider bekam ich auf Grund meiner Erkältung mit der Dauer des Rennens Probleme mit der Atmung. Die kalte Luft brachte zudem meine Augen zum tränen, was die technischen Passagen im immer dunkler werdenden Wald nicht einfacher machte.

Für mein Resultat musste ich definitiv an meine Grenzen gehen...

Doch es war ein super Rennen mit toller Stimmung, das ich auf dem 12. Rang (5. Rang U23), lediglich 2.40 Minuten hinter dem Sieger Samuel Gaze (NZL), beenden konnte. So machen Bikerennen Spass!

Mit dem Resultat bin ich sehr zufrieden und freue mich bereits auf das Saisonabschlussrennen vom kommenden Wochenende anlässlich des Swiss Bike Cups in Lugano.

Ganz herzlichen Dank an Volker Kämmlein für die Unterstützung in der Techzone und Joe und Lisa für die Anfeuerungsrufe auf der Strecke!


Montag, 11. September 2017

Schritt für Schritt

Nachdem ich mir am Weltcup in Canada eine Bänderverletzung im Fuss zugezogen hatte, arbeite ich jeden Tag hart, um wieder zurück zu meiner Form zu finden. Schweren Herzens verzichtete ich auf den Weltcup in Val di Sole. Auch eine Teilnahme am Swiss Epic machte unter diesen Umständen keinen Sinn.

Stattdessen nahm ich an den EKZ Rennen in Uster und Egg teil. Während es in Uster zu einem 5. Rang reichte, konnte ich gestern beim Finale in Egg eine tolle Leistung abrufen und souverän gewinnen. Es machte viel Freude mich wieder auf Augenhöhe mit anderen Fahrern duellieren zu können. Auch wenn noch nicht alles klappt wie gewünscht, so sind es diese Rennen, die mich Schritt für Schritt weiter bringen.



Nun freue ich mich auf mein nächstes Rennen und einen coolen Event beim Bundesligarennen in Titisee-Neustadt.

Sonntag, 13. August 2017

Vieles läuft - aber nicht immer nach Plan.

Die letzten 5 Wochen waren entscheidend in der Saison 2017. Motiviert und zuversichtlich nahm ich sie in Angriff.


Weltcup Lenzerheide
Bereits am Weltcup in Andorra habe ich gemerkt, dass meine Form ansteigend ist. Technische Probleme verhinderten ein gutes Ergebnis. Dies sollte sich am Heimweltcup ändern. In der Startaufstellung suchte ich mir die linke Seite aus. Der Start gelang mir hervorragend, doch nach rund 100 Meter riss einem Fahrer vor mir die Kette und er stürzte.

Gleich knallt's... (Foto: EGO-Promotion) 

Ich steckte in einem riesigen Durcheinander, während auf der rechten Seite das Feld vorbei schoss. Schnell hatte ich mich entflechtet und versuchte am Startaufstieg den Schaden in Grenzen zu halten. Doch auf halber Strecke flog ein weiterer Fahrer vor mir in die Absperrung und ich musste erneut abbremsen. Dasselbe passiert nach weiterer Beschleunigung abermals. So erreichte ich als einer der letzten Fahrer des Feldes den ersten Singletrail, vor dem sich natürlich der bekannte Stau gebildet hatte. An ein gutes Resultat war zu dem Zeitpunkt bereits nicht mehr zu denken.

(Foto: EGO-Promotion)

Obwohl ich in der ersten Runde nochmals alles versuchte, ging es kaum vorwärts. Ab dem Zeitpunkt war das Rennen gelaufen – mein Kopf und meine Beine machten nicht mehr mit. Eine erneute Niederlage gab es zu verarbeiten.



Schweizermeisterschaften Montsevelier
Eine Woche später stand bereits der nationale Höhepunkt auf dem Programm. Die Lenzerheide hatte ich abgehakt und ich wollte hier ein aktives Rennen zeigen. Da ich aus Erfahrung weiss, dass an Meisterschaften alles passieren kann, wollte ich möglichst lange um die Medaillen mitkämpfen. Da nur diese zählen war das Motto alles oder nichts. Von Beginn weg konnte ich mich auf der sehr guten 6. Position mit wenig Abstand auf den 3. Rang festkrallen.

Mit vollem Speed einem guten Ergebnis entgegen... (Foto: EGO-Promotion)

Ich kämpfte mit allem was ich hatte doch auf der letzten Runde gingen mir etwas die Kräfte aus. So musste ich noch drei Fahrer passieren lassen und beendet das Rennen auf dem tollen 9. Rang. Noch selten habe ich mich über einen 9. Rang so gefreut. Der Abstand zur Spitze war gering und ich merkte, wo ich noch an mir arbeiten musste.

Da ich nicht für die Europameisterschaften qualifiziert war, nutzte ich die kommenden zwei Wochen für eine harte Trainingsphase. Die darin erzielten Leistungsmessdaten stimmten mich weiter sehr positiv. Es ging weiter aufwärts und ich war bereit für mein erstes Rennen in Übersee.



Weltcup Mont Sainte Anne (CAN)
Nach einem kurzweiligen Flug und einer 4 stündigen Autofahrt erreichten wir am Dienstag vor dem Rennwochenende unser Quartier in Mont Sainte Anne. Am Donnerstag wurde ausgiebig auf der sehr anspruchsvollen Strecke trainiert und die schnellsten Linien gesucht. Es machte richtig Spass.

Ganz schön knifflig... (Foto: Jürgen Grünwidl)

Alles lief perfekt bis auf die letzte Abfahrt. An einer Felspassage, welche ich schon mehrmals gefahren war, stimmte plötzlich das Timing nicht ganz und ich touchierte mit dem Hinterrad einen Stein. Dies katapultierte mich von der Strecke. Da ich mit einem Fuss nicht mehr rechtzeitig aus dem Klick kam, hing natürlich noch das Bike daran. Bei der Landung riss es mir den Fuss zur Seite und damit auch meine Bänder im Fussgelenk. Mit dick geschwollenem und Blut unterlaufenem Fuss beendete ich das Training. Die Schmerzen waren höllisch und ich musste mich mit dem Gedanken befassen, dass ich wahrscheinlich das Rennen nicht bestreiten konnte.

Die folgende Nacht konnte ich kaum schlafen. Den Freitag verbrachte ich mit kühlen des Fusses. Am Samstag sollte ein Training auf der Strecke zeigen, ob ich am Sonntag an den Start gehen kann. Ich war schon happy, dass ich den dick geschwollenen und getappten Fuss in den Schuh brachte. Das Training klappte dann erstaunlich gut. Ich hoffte einfach, dass ich im Rennen nicht laufen musste, weil dies nur sehr langsam und schlecht ging.

So stand ich am Sonntagvormittag nun tatsächlich und überglücklich am Start. Der Start, den langen und immer steiler werdenden Anstieg hoch, klappte dann überhaupt nicht. Ich gab alles aber es ging irgendwie nicht vorwärts. Auch in den technischen Passagen merkte ich dann, dass mich die fehlende Stabilität im Fuss sehr stark handicapierte. Der vor dem Rennen niedergegangene Regen machte die Sache noch viel schwieriger. Im Laufe des Rennens ging es dann jedoch immer besser, doch ich war weit weg von meiner möglichen Performance.

(Foto: EGO-Promotion)

Erstaunlich war, dass ich das Rennen ohne in der 80% Regel vorzeitig aus dem Rennen genommen zu werden, zu Ende fahren konnte und unter diesen Umständen guter 35. wurde. Nicht auszudenken was wirklich möglich gewesen wäre. Doch es hilft nicht dieser entgangenen Chance nachzutrauern. Canada war auf jeden Fall eine Reise wert.

Zurück zu Hause geht es nun darum, sich mit der Situation zu arrangieren und den bestmöglichen Weg zu finden, um sich für die letzten Rennen der Saison vorzubereiten.

Dienstag, 4. Juli 2017

Meine letzten Wochen...

Einige Wochen sind vergangen seit meinem letzten Eintrag. Da ich viel auf Achse war, fasse ich die Zeit mit diesem Bericht zusammen.

Swiss Bike Cup, Gränichen
Für dieses Rennen hatte ich mir nach den Erfahrungen der letzten Rennen keine Ziele gesetzt. Ich wollte einfach wieder mit Freude ein Rennen bestreiten und ein gutes Gefühl mitnehmen. Dies gelang mir recht gut. Im sehr gut besetzten, internationalen Feld lag ich lange in Tuchfühlung mit den Punkteberechtigten Top 15, ehe mir in der letzten Runde die Energie aus ging. Der 21. Rang war eher nebensächlich für mich.



Höhentrainingslager mit der Nationalmannschaft, St. Moritz / Andermatt
Auf diese zweieinhalb Wochen habe ich mich lange gefreut. Zusammen mit der Elite und U23 Nationalmannschaft verbrachten wir bei besten Bedingungen und toller Stimmung eine gute Zeit. Physisch und Mental konnte ich meine Batterien wieder aufladen und Abstand gewinnen. Da konnte auch ein Trainingssturz, bei dem ich meinen bereits operierten Ellbogen erneut aufriss und nähen musste, nichts anhaben. Die kurze Zeit ohne Biketraining überbrückte ich mit Berglauf und Krafttraining. An dieser Stelle ganz herzlichen Dank an Nationalcoach Bruno Diethelm, Swiss Cycling und St. Moritz für das top organisierte Trainingslager.

Copyright: St. Moritz Tourismus, Foto: Filip Zuan


Swiss Bike Cup, Andermatt
Innerhalb des Höhentrainingslagers nahm ich auch am Swiss Bike Cup in Andermatt teil. Es sollte eher als hartes Training und Vorbereitung auf den nächsten Weltcup dienen, denn die Vorbereitung mit zwei harten Trainingswochen waren sicher nicht optimal. Auf der einzigartigen Strecke fand ich mich dann schnell zurecht. Trotz Müdigkeit konnte ich ein aktives Rennen zeigen, was mit einem tollen 8. Rang belohnt wurde.



Weltcup, Andorra
Nach dem Rennen in Andermatt blieb ich noch zwei Tage mit Swiss Cycling auf dem Furka, um dann mit einem Abstecher von zu Hause aus direkt nach Vallnord in Andorra weiter zu reisen. Mit guten Erinnerungen von der letzten Teilnahme und neuem Selbstvertrauen aus dem Trainingslager ging ich gut ins Rennen. Nach den bekannten Engpässen in der ersten Runde konnte ich mit kraftvollen Beinen in die Top 40 vorstossen.




Leider bekam ich in der zweiten Runde Probleme mit der Schaltung, welche nach einer Unkonzentriertheit und dem folgenden Ausrutscher/Sturz noch schlimmer wurden. Zwei Mal fiel mir die Kette hinter die Kassette und ich musste sie wieder eingelegen. Einmal an der steilsten und längsten Stelle. Da war ein anfahren nicht mehr möglich und ich musste den ganzen Anstieg hoch rennen. Nach einem Stopp in der Tech Zone funktionierte die Schaltung wieder besser (vielen Dank an Simon South für den Support) doch ich war hoffnungslos zurück gefallen. Mit zwei schnellen Runden beendete ich das Rennen auf Rang 76 - mehr war nicht mehr möglich.

Das letzte Rennen ist bereits abgehakt. Mit viel Zuversicht steige ich bereits am kommenden Wochenende in der Lenzerheide ins nächste Weltcup Rennen.


Dienstag, 30. Mai 2017

Weltcup Albstadt (GER)

Das zweite Weltcup Rennen der Saison in Albstadt (GER) ist schnell erzählt, denn es wurde ein Tag zum vergessen...

Nach einem guten Start verkeilte ich mich in der ersten Verengung der Strecke mit einem anderen Fahrer. Als wir uns dann endlich voneinander gelöst hatten, konnte ich in der steilen Passage im losen Kies nicht mehr anfahren. Als ich dann wieder auf dem Bike sass, war schon ein Grossteil des Feldes an mir vorbei gezogen. Aus einer Aufholjagd wurde dann leider auch nichts. Mein Körper streikte und so quälte ich mich kraftlos über die Runden. In der vorletzten Runde wurde ich per 80%-Regel aus dem Rennen genommen - schon fast eine Erlösung für mich.

In der Hitze von Albstadt.. (Foto: Armin M. Küstenbrück / EGO-Promotion)

Auch in der dritten Teilnahme konnte ich den "Fluch von Albstadt" nicht ablegen. Die nächste Chance kommt bestimmt.

Bereits in zwei Wochen geht es weiter mit dem Swiss Bike Cup in Gränichen.

Dienstag, 23. Mai 2017

Auf der Suche nach dem Rennglück

HC Rennen in Obertraun (AUT)
Nach meiner Rennpause in Folge meines Sturzes in Haiming und der damit verbundenen Ellbogen-OP brauchte ich ein Rennen, um mich vor dem ersten Weltcup wieder in den Rennmodus zu bringen. Da kam mir das HC Rennen in Obertraun mit seiner sehr technischen Strecke gerade recht. Die Rennfreien Wochen hatte ich auf der Strasse sehr gut trainiert und ich fühlte mich bereit.

Am Start standen einige Top-Fahrer und es sollte ein guter Gradmesser für mich sein. In den ersten beiden Runden war ich noch nicht so locker und eher vorsichtig unterwegs. Ich spürte die fehlenden Kilometer im technischem Gelände. Dadurch verlor ich einige Zeit auf die Spitze und die direkten Verfolger. Doch mit jeder Runde lief es besser und ich klammerte mich auf dem 9. Rang fest.

Foto: Armin M. Küstenbrück / EGO-Promotion

In der letzten Runde versuchte ich nochmals richtig zu pushen um möglichst den vor mir liegenden Fahrer einzuholen. In einer Abfahrt war dies dann zu heftig und ich holte mir einen platten Hinterreifen. Dadurch fiel ich leider auf den 14. Rang zurück und vergab wichtige Weltranglistenpunkte. Trotzdem hat sich das Rennen auf der tollen Strecke gelohnt und so fuhren wir anschliessend mit dem Team weiter nach Nove Mesto.


Weltcup Nove Mesto (CZE)
In der Woche vor dem Rennen konnten wir uns in Tschechien gut erholen und professionell auf den Weltcup vorbereiten. Ich freute mich riesig auf das Rennen, das ich mit der ungewohnt tiefen Startnummer 45 im Feld von 152 Fahrern aus 34 Nationen in Angriff nehmen konnte.

Vor dem Start war ich dann sehr nervös. Ich wusste, dass die Startrunde mit einer sehr langen und breiten Anfangsphase extrem wichtig sein würde für den weiteren Rennverlauf. Doch bereits nach dem Startschuss verhakte ich mich mit einem Fahrer neben mir. Wenig später stürzte ein anderer Fahrer vor mir und bremste mich abermals aus. Den Rest der Startrunde powerte ich was möglich war und konnte so den Schaden mit dem 57. Zwischenrang in Grenzen halten.

Foto: Lynn Sigel / EGO-Promotion

Foto: Thomas Weschta / EGO-Promotion

Foto: Lynn Sigel / EGO-Promotion

In den folgenden beiden Runden konnte ich mich kontinuierlich nach vorne arbeiten, blieb dann jedoch etwas hängen, weil die Gruppe nicht so recht harmonierte. In der dritten Runde kam dann eine schnelle Gruppe von hinten in der ich Unterschlupf fand. Doch die Freude hielt nicht lange an. In einer technischen Passage erlitt ich einen Reifendefekt am Vorderrad und das Rennen war gelaufen. Der enttäuschende 72. Rang ist nicht das wofür ich täglich hart arbeite.

Zum Glück bleibt mir nicht viel Zeit zum grübeln. Bereits am kommenden Samstag findet der nächste Weltcup im deutschen Albstadt statt. Das Streckenprofil gefällt mir sehr und ich hoffe, dass nach drei Rennen mit Reifendefekten das Rennglück wieder mal auf meiner Seite ist.

Montag, 24. April 2017

Never give up!

Für den zweiten Lauf des Swiss Bike Cups im österreichischen Haiming habe ich mir einiges vorgenommen. Bereits über die Ostertage haben wir unser Team-Trainingslager in Haiming verbracht, an unserer Technik gefeilt und die Strecke unter verschiedensten Bedingungen getestet.

Hammer Trails in Haiming! (Foto: Jürgen Grünwidl)

Die Strecke in Haiming ist bespickt mit Trails. Eigentlich super toll zu fahren doch bei einem Feld von rund 80 Fahrer führt dies bei der Einfahrt in diese Trails unweigerlich zu einem riesigen Stau. Um dies zu vermindern erfolgte der Start rund einen Kilometer entfernt auf einer breiten Teerstrasse. Da ich von früheren Teilnahmen wusste, dass trotz dieser Massnahme ein Stau entsteht (gemäss Aussagen von anderen Fahrern standen die Letzten in diesem Jahr rund drei Minuten an) und einem aus den Top-Platzierungen wirft, ging ich den Start sehr aktiv an. Nach ein paar Metern Bummeltempo gab ich gas. Sofort nahm auch das Feld Tempo auf und heftete sich an meine Fersen. Ohne zu überziehen steigerte ich vor den ersten, engeren Passagen weiter das Tempo und kam so ohne Probleme gut positioniert auf die eigentliche Strecke.

Nach dem Start... (Foto: Thomas Weschta / EGO-Promotion)

Nach etwa der Hälfte der ersten Runde lag ich auf Rang 8 nicht weit hinter der Spitze. Meine Beine drehten super und ich war von dem guten Start hoch erfreut. Doch plötzlich merkte ich, wie mein Vorderreifen Luft verlor und ich wusste, dass ich in der nächsten Tech-Zone ein neues Rad holen musste. Je länger die Runde dauerte, desto schwieriger wurde es. Ich wollte unbedingt meine gute Platzierung halten um nach dem Radwechsel wieder weiter um einen Top 10 Platz kämpfen zu können. Bei der Einfahrt in die letzte, steile Passage puffte dann die letzte Luft aus dem Reifen. Mit allen Mitteln versuchte ich mich auf dem Bike zu halten doch am Schluss des Downhills stürzte ich heftig.

Das tat weh... (Foto: Lynn Sigel / EGO-Promotion)

Mit schmerzendem Ellbogen fuhr ich zur Tech-Zone und holte ein neues Rad. Leider gab es bei der Montage Probleme wodurch ich rund 40 Ränge nach hinten gespült wurde. Obwohl ich kaum einen Bidon halten konnte, war aufgeben für mich keine Option. Also machte ich mich auf die Verfolgung und kämpfte mich über weitere fünf Runden nach vorne. Unglaublich viele Anfeuerungsrufe vom Streckenrand unterstützten mich dabei.

Trotz Schmerzen ging es immer besser. (Armin M. Küstenbrück / EGO-Promotion)

Leider reichte es nur zu einem enttäuschenden 32. Rang. Ich fühlte mich so gut heute und habe mich auf einen Kampf in den vorderen Rängen gefreut.

Statt einen Platz auf dem Podium wartete für mich ein Platz im Sanitätszelt. Von dort ging es dann gleich weiter in die nahegelegene Sportklinik, wo ich noch am selben Abend unter Vollnarkose am Ellbogen operiert wurde.

OP gut überstanden!

Nun gibt es ein paar Tage ruhe. Leider fällt dadurch die Teilnahme am Rennen in Heubach ins Wasser. Für das erste Weltcup Rennen in Nove Mesto sollte ich je doch wieder fit sein.



Dienstag, 11. April 2017

Start in die Proffix Swiss Cup Serie

Letztes Wochenende ging es los mit der Swiss Cup Serie in Rivera. Das Rennen vor einer Woche im italienischen Montichiari hatte ich ausgelassen und dafür seit dem Rennen in Niederhelfenschwil nochmals richtig gut und hart trainiert.

Am Samstag war noch Fotoshooting angesagt :-) (Foto: Jürgen Grünwidl)

Das Training am Samstag auf der staubtrockenen Strecke lief perfekt und die Beine wirbelten schon richtig gut. Voller Zuversicht lies ich dann Tag ausklingen und freute mich auf das Rennen, welches ich aus der ersten Startreihe aufnehmen durfte.

Klasse Training und im Fluge über die vielen technischen Passagen (Foto: Jürgen Grünwidl)

Kurz vor dem Start bekam ich dann leichte Magenkrämpfe. Ich nahm mir deshalb vor in der Startphase nicht gleich voll zu attackieren und hoffte, dass dies im Rennen wieder verschwinden würde. Nach einem guten Start setzte ich mich ans Hinterrad von Filippo Colombo und zog mit dem Feld den ersten, steilen Anstieg auf der Teerstrasse hoch. Ich hatte etwa die Position die ich mir vorgenommen hatte.

Nach dem Start noch alles im grünen Bereich (Foto: Jürgen Grünwidl)

Kurz vor dem Wendepunkt an der höchsten Stelle brauste plötzlich das Feld mit Tempoüberschuss an mir vorbei und meine gute Position war dahin. An etwa 22. Position ging es auf die erste Runde und ich machte mich gleich daran mich nach vorne zu arbeiten. Bei dem hohen Tempo und den vielen technischen Passagen leider nicht so einfach und sehr kräfteraubend. Ich glaubte lange an ein Top 5 Ergebnis.

Tolle Strecke... (Foto: Jürgen Grünwidl)

Bis zur letzten Runde hatte ich mich bis zum 8. Rang verbessert, doch dann liessen etwas die Kräfte und der Glaube an eine Top-Platzierung nach. Dies nutzten zwei Konkurrenten in der Schlussphase und gingen an mir vorbei. So blieb mir ein 10. Schlussrang der mich so richtig ärgerte. Ohne den blöden Fehler wäre viel mehr drin gelegen. Ach ja - Magenkrämpfe hatte ich dann während dem Rennen keine mehr. Die kamen danach aber so richtig heftig :-(.

Nun freue ich mich auf das Ostertrainingslager mit dem Team und dem Rennen eine Woche später auf einer meiner Lieblingsstrecken im österreichischen Haiming.


Montag, 13. März 2017

Mit Vollgas in die Saison

Die zweite Woche in Zypern hatten wir nochmals gut trainiert. Das abschliessende Cross Country Rennen in Amathus gelang mir dann nicht so gut. Trotz Magenproblemen und müden Beinen konnte ich jedoch mit dem 13. Rang nochmals ein paar Weltranglistenpunkte sammeln.

Rennen mitten durch eine Ausgrabungsstätte (Foto: Thomas Weschta / EGO-Promotion)

Zurück in der Schweiz wollte ich eigentlich eine Rennfreie Woche einschalten. Doch bereits nach zwei ruhigeren Tagen entschied ich mich mit dem Team nach Mailand zu fahren. Dort wartete im Gegensatz zu Zypern ein riesiges, hochklassiges Elitefeld mit 150 gemeldeten Fahrern auf mich. Eine ideale Voraussetzung um meinen Formstand in der frühen Saison zu testen.

Am Tag vor dem Rennen hatte ich dann noch eine kleine Panne. Meine Federgabel quittierte im Training plötzlich ihren Dienst und wir konnten sie auf dem Rennplatz nicht reparieren. Meine Teamkollegin Chiara Kopp überlies mir dann kurzerhand die Gabel ihres Trainingsbikes, welche perfekt funktionierte. Herzlichen Dank dafür!

Dank meinem riesigen Sprung in der Weltrangliste auf Position 393 konnte ich mit der Startnummer 30 weit vorne einstehen. Der Start gelang mir dann sehr gut.

Gleich nach dem Start - Kampf um jeden Meter (Thomas Weschta / EGO-Promotion)

Das Tempo danach war enorm hoch und ich investierte in den ersten Runden sehr viel, um auf dem schnellen Parcour meine Position um den 30. Rang zu halten.

(Foto: Thomas Weschta / EGO-Promotion)

Es gab einiges zu fliegen :-) (Foto: Annina Ryf)

Meine Beine fühlten sich gut an und ich fand schnell meinen Rhythmus, der lediglich durch einen dummen Sturz kurz gebrochen wurde. Auch die extrem steilen Anstiege kamen mir sehr entgegen. Die harten Zweikämpfe machten richtig Spass. Nach sieben Runden kam ich als 28. (6. Rang U23 Kategorie) ins Ziel.

Mit dem Ergebnis bin ich absolut zufrieden, aber auch sehr erstaunt, wenn ich sehe wo ich mit meinem Formaufbau stehe. Ganz herzlichen Dank an das jb BRUNEX Felt Team und die vielen helfenden Hände, sowie die Fotografen für die tollen Bilder.

(Foto: Annina Ryf)

Montag, 27. Februar 2017

Harte Tage auf Zypern

Auch dieses Jahr verbringen wir unser Team-Trainingslager auf Zypern. Ein toller Ort um sich auf die neue Saison vorzubereiten.

Nebst guten Trainings stand in der ersten Woche auch wiederum die Teilnahme am Sunshine Cup auf dem Programm. Während vier Tagen mussten 156 km und 5'440 Höhenmeter zurückgelegt werden. Gerade richtig um sich wieder an die Rennhärte zu gewöhnen.

Der Prolog war den eher ein Downhill-Rennen. Auf 14 km wurden 700 Höhenmeter vernichtet. Da wir in den Trainingstagen vor dem Rennen wegen dem steinigen Untergrund einige Reifendefekte hatten, lies ich es eher sachte angehen. Ich wollte mir nicht schon am ersten Tag einen grossen Zeitrückstand im Gesamtklassement einhandeln. Der 26. Rang war für mich dann ganz okay und eine gute Basis für die kommenden Tage.

Foto Jürgen Grünwidl

Der zweite Tag war dann genau mein Ding. Die 52 km und knapp 2'300 Höhenmeter nahm ich sehr engagiert in Angriff. In den langen Anstiegen konnte ich ordentlich Druck machen. Die Abfahrten absolvierte ich dann kontrolliert und Reifen schonend. Die Taktik ging voll auf und ich kam als guter 19. ins Ziel. Auch in der Gesamtwertung stiess ich auf den 19. Rang vor.
Dummerweise bin ich kurz vor dem Ziel auf einem Schotterweg ausgerutscht und gestürzt. Dabei hatte ich mir meinen Ellbogen und meinen Hintern ordentlich aufgeschürft. Diese Verletzungen liessen mich in den folgenden Nächten nur noch schlecht schlafen.

Foto Jürgen Grünwidl

Der dritte Tag hatte mit 65 km und knapp 2'200 Höhenmeter ein ähnliches Profil wie am Vortag. Müde ging ich ins Rennen und musste die ganze Strecke hart kämpfen um den Anschluss in einer Gruppe zu halten. Im Zielsprint sicherte ich mir erneut den 19. Rang. Über die Platzierung war ich eher erstaunt und sehr erfreut. In der Gesamtwertung belegte ich neu den 20. Rang.

Foto Jürgen Grünwidl

Beim abschliessenden Cross Country Rennen mobilisierte ich dann die letzten Reserven. Nach einem verhaltenen Start fand ich immer besser ins Rennen und machte Rang um Rang gut. Trotzdem verlor ich Zeit auf meine direkten Konkurrenten im Gesamtklassement und rutschte auf den 23. Schlussrang ab. Damit verpasste ich mein Ziel einer Top20-Klassierung knapp - bin jedoch mit meiner Leistung mehrheitlich zufrieden.

Foto Jürgen Grünwidl

An dieser Stelle ein grosses DANKE an das jb BRUNEX Felt Team für die Betreuung, Physio Michi (crossklinik) für die entspannenden Massagen und an Jürgen für die tollen Bilder.

Nach einem Ruhetag geht es weiter mit dem nächsten Trainingsblock an der Wärme von Zypern. Zum Abschluss folgt dann nochmals ein Cross Country Rennen am Sonntag, bevor es am Montag zurück in die Schweiz geht.

Dienstag, 24. Januar 2017

Hammer Tage im Schnee

Gstaad war vom 19. bis 22. Januar Austragungsort des ersten UCI Elite MTB-Etappenrennens auf Schnee. In einem Prolog und 3 Etappen waren über 100 km und 2500 Höhenmeter zu bewältigen. Dieser neuen Herausforderung wollte ich mich unbedingt stellen. In dieser frühen Phase der Saisonvorbereitung sollte der Spass nicht zu kurz kommen, doch ich wollte auch möglichst viele der wertvollen Weltranglistenpunkte einfahren.

Doch wie bereitet man sich auf ein solches Rennen vor? Wie wird der Schnee sein? Welches Bike brauche ich? Wie komme ich mit den zweistelligen Minustemperaturen zu recht und was ziehe ich am besten an? Bei der Wahl des Bikes war mir schnell klar, dass ich bei weichem Schnee ein Fat-Bike brauchen würde. Hier unterstützte mich Amsler Bike und Parts und stellte mir ein Felt DD10 zur Verfügung - herzlichen Dank dafür! Für alle Fälle nahm ich noch mein Hardtail Felt Nine 1 mit. Man weiss ja nie.

Prolog
Drei flache Runden à 2.5 km auf einer präparierten Piste waren möglichst schnell zu absolvieren. Bevor die Rennen starteten, drehte ich ein paar Trainingsrunden mit dem Fat-Bike und dem Hardtail. Hmm - was ist nun schneller? Ich entschied mich für das Fat-Bike.
Bevor die Elite-Fahrer loslegen durften, waren rund 70 nicht-lizenzierte Fahrer an der Reihe. Zudem wurde noch ein Schülerrennen ausgetragen. Bevor es langsam dunkel wurde, gings endlich los.

Nach dem Start... (Foto: Snow Bike Festival)

Doch ich kam nicht vom Fleck. Mit den dicken Reifen pflügte ich durch die inzwischen arg aufgelöste Strecke. Das Hardtail wäre definitiv die bessere Wahl gewesen, Und so fand ich mich auf dem enttäuschenden 16. Rang mit bereits 3.30 Minuten Rückstand wieder. Doch das Rennen ging am Folgetag erst richtig los - genügend Zeit um das Blatt zu drehen.

1. Etappe
Nach einem Abend und Morgen mit Diskussionen rund um die Bikewahl entschied ich mich rund 10 Minuten vor dem Start für das Hardtail. Die 30 km lange Etappe startete in der Promenade von Gstaad und wurde neutralisiert, d.h. das Rennen war noch nicht freigegeben, nach Saanen geführt. Rund 20 Meter bevor das Rennen freigegeben wurde, rutschte ich auf einer Eisplatte aus und ging zu Boden. Das ganze Feld mit den rund 100 Elite- und Fun-Fahrern zischte an mir vorbei. So war ich die folgenden Kilometer bis zum langen Aufstieg damit beschäftigt mich wieder nach vorne zu kämpfen. Im 7 km langen Aufstieg mit rund 750 Höhenmeter fand ich schnell meinen Rhythmus. Plötzlich merkte ich jedoch, dass meine Sattelstütze absank und so musste ich zweimal anhalten, bis dies wieder behoben war. Nach dem Bergpreis folgte eine unglaublich geile Abfahrt auf einer Schlittelbahn, welche mir ein riesiges Grinsen ins Gesicht zauberte. Ich liess es krachen und konnte viel Zeit gut machen. Mit dem 12. Rang in der Tageswertung und dem 10. Rang im Zwischenklassement war ich happy und nun definitiv im Rennen angekommen.

2. Etappe
Mit 33.5 km und 945 Höhenmeter war dies die Königsetappe. Heute musste gleich nach dem Start die gestrige Abfahrt zurück auf das Eggli erklommen werden. Da ich für die danach folgenden 20 km im eher flachem Gelände eine schnelle Gruppe finden wollte, musste ich am Berg bei der Spitze mitgehen können. Also wärmte ich mich an diesem Morgen intensiver auf als sonst.

Heiss auf den Start (Foto: Martin Lauener)

Der Start und der Aufstieg gelangen mir dann perfekt. Nachdem sich Florian Chenaux früh abgesetzt hatte, biss ich mich in der Verfolgergruppe um die Profis Nicola Rohrbach, Markus Bauer und Sascha Weber fest.

Leider kaum Zeit für die schöne Bergwelt (Foto: Nick Muzik)

Der im Aufstieg noch in der Gruppe mitfahrende Joris Ryf stürzte wie ich in der Abfahrt und verlor wegen einem Defekt den Anschluss. Ich selbst fuhr wieder zur Verfolgergruppe auf. Das Tempo der Gruppe war mir teilweise zu gering, weil man sich in der Führungsarbeit nicht einig war. Da ich in der Gesamtwertung unbedingt Zeit gut machen wollte, drückte ich auf das Tempo und versuchte mich abzusetzen.

(Foto: Nick Muzik)

Das liessen die Anderen jedoch nicht zu und schlossen jeweils wieder die Lücke. So kam es dann zum Sprint um Platz 2. Schlussendlich resultierte der super 4. Rang in der Tageswertung und der Vorstoss auf Rang 7 in der Gesamtwertung.

3. Etappe
Die Schlussetappe über 34.5 km und 700 Höhenmeter ging ich taktisch an. Ich wollte auf jeden Fall meinen 7. Zwischenrang behalten und wenn möglich weitere Plätze gut machen.
So investierte ich von Beginn weg viel und orientierte mich nach vorne. Am ersten langen Aufstieg entwischte dann jedoch Nicolas Rohrbach und so entstand eine schnelle Verfolgergruppe.

(Foto: Nick Muzik)

In der zweiten Rennhälfte entwickelte sich in den Aufstiegen ein richtiger Ausscheidungskampf. Jeder versuchte weg zu kommen wodurch die Gruppe immer wieder gesprengt wurde. In der Schlussphase riskierte ich dann nicht mehr alles und sicherte mir den 5. Rang in der Tageswertung.

In der Gesamtwertung konnte ich nochmals einen Rang gut machen und beendete das Etappenrennen auf dem phantastischen 6. Schlussrang. Nach dem etwas harzigen Start war dies das Maximum was noch möglich war.

Glücklich und müde im Ziel (Foto: Annina Ryf)

Das Snow Bike Festival in Gstaad war eine tolle Erfahrung und hat sehr viel Spass gemacht. Falls es mein Terminkalender zulässt, werde ich nächstes Jahr wieder an der Startlinie stehen.

Vielen Dank an Amsler Bike and Parts für die Unterstützung, dem Organisator für den tollen Event und den Fotografen und Kamerateams für die eindrücklichen Bilder.


Montag, 9. Januar 2017

Kein Rennglück in Meilen und Dielsdorf

Am Finale der EKZ CrossTour in Meilen erwischte ich einen sehr guten Start. In dem über 50 Fahrer umfassenden Feld konnte ich mich schnell um die 6. Position festsetzen. Obwohl sich meine Beine nicht gut anfühlten orientierte ich mich nach vorne.

Foto: Jürgen Grünwidl

Bei Rennhälfte zog es mir den Pneu leicht von der Felge und mit einem Zischen war die Luft aus meinem Vorderrad. In der steilen Passage stürzte ich heftig und schlug mit meiner Wade an einen Begrenzungspfahl. Bei der Fahrt bis zur Wechselzone verlor ich viel Zeit und Plätze. Nachdem ich ein neues Quervelo übernommen hatte, fand ich nicht mehr in den Rennrhythmus und wurde lediglich 14. .


Die Strecke der Schweizermeisterschaften in Dielsdorf war komplett flach und mit endlos vielen Kurven. Obwohl ich lieber einige Höhenmeter gehabt hätte, machte mir die Strecke nach ein paar Trainingsrunden am Morgen richtig Spass. Da Schnee auf der Strecke lag und auch sonst Überholmanöver nur mit sehr viel Kraftaufwand möglich waren, musste ich einen guten Start erwischen.
In der zweiten Startreihe stellte ich mich gleich hinter den späteren Schweizermeister und war zuversichtlich, dass dies ein gutes Rennen werden würde. Nach dem Startschuss preschte ich los, doch als ich richtig am Pedal ziehen wollte, fiel ich aus den Klickpedalen. Obwohl ich schnell wieder eingeklickt war, war das Feld an mir vorbei gebraust. Und so kam es wie es nicht kommen sollte. In den ersten beiden Runden musste ich sehr viel investieren um mich nach vorne zu arbeiten. Auf Position 10 ging ich in die dritte von sieben Runden.

Foto: Jürgen Grünwidl

Vor mir sah ich eine Fünfergruppe und ich wollte unbedingt zu ihnen aufschliessen. Dies gelang mir in den folgenden Runden jedoch leider nicht. Die ersten beiden Runden hatten schon sehr viel Kraft gekostet und auch sonst fuhr ich praktisch das ganze Rennen alleine im Wind. Im Sprint musste ich dann noch einen Rang abgeben und wurde 11. .

Nun geht es für mich bereits wieder auf das Bike, worauf ich mich sehr freue. Die drei Querrennen waren für mich eine gute Möglichkeit um ein paar intensivere Einheiten in mein Training einzubauen und die Fahrtechnik zu verfeinern.

Dienstag, 27. Dezember 2016

Durchzogener Einstieg

Gestern Montag startete ich in meine kurze Quersaison. Bei schönstem Wetter und trockenen, schnellen Bedingungen kam ich in Dagmarsellen sehr gut aus den hinteren Startreihen weg. Nach ca. 1000 Meter hatte ich bereits zu den Spitzenfahrern aufgeschlossen, da passierte bereits das erste Maleur. Ich hatte mich mit dem Schnellspanner bei einem Kontrahenten verhakt. Wir mussten vom Rad und uns wieder voneinander lösen, bevor es weiter gehen konnte. Dadurch verlor ich viel Zeit und den Anschluss an die Spitze.

Foto: Willy Sportfotos
Foto: Willy Sportfotos 

Die folgenden zwei Runden verbrachte ich damit, mich zur Spitzengruppe zurück zu kämpfen. Als mir dies gelungen war, wollte ich etwas die Kräfte sammeln, um bei einem Angriff mitgehen zu können oder dann selbst einen zu starten. Doch am Ende der langen Abfahrt sprang mir die Kette vom Blatt und ich musste anhalten, um sie wieder einzulegen. Wieder war die Spitzengruppe weg und ich sprintete alleine im Wind hinterher. Eine Rund später war ich wieder in der Spitzengruppe und am Ende der Abfahrt - ihr ahnt es schon - war die Kette wieder draussen. So eine Sch....

Also anhalten, Kette einlegen und erneut hinterher sprinten. Eine Runde später widerholte sich dies nochmals. Danach reichte meine Kraft nicht mehr für eine erneute Aufholjagt. So resultierte anstatt einem Spitzenergebnis lediglich ein 9. Rang.

Meine Form ist nicht schlecht. Nun bleibt mir bis am kommenden Montag Zeit, um die Technik in den Griff zu bekommen um in Meilen wieder voll angreifen zu können.

Samstag, 10. Dezember 2016

Mit neuem Schwung ins 2017...

Das Jahr 2016 neigt sich dem Ende entgegen doch meine Vorbereitungen auf das Jahr 2017 laufen auf vollen Touren.

Seit Mitte Oktober habe ich meinen Trainingsalltag wieder aufgenommen. Die Pause davor habe ich genutzt um mich beruflich neu zu orientieren. Ich bin sehr glücklich, dass ich mit der Firma Schottentrans einen idealen Arbeitgeber gefunden habe, der mir die nötige Flexibilität geben kann, welche ich als Sportler benötige. Zudem sind die Fahrten mit den riesigen Traktoren ein guter Ausgleich und neben dem Biken meine zweite Leidenschaft.

Sport und Job lassen sich erstmals perfekt verbinden.


Meine Trainingseinheiten lockerte ich mit der Teilnahme am Krapf Bike Cup auf. Bei 6 von 7 Läufen konnte ich jeweils die Bestzeit für mich verbuchen und schlussendlich auch den Gesamtcup gewinnen. Dass dies nicht selbstverständlich ist, zeigen die hochkarätigen Teilnehmer wie zum Beispiel mein Teamkollege Casey South oder der Junioren Bahn-Weltmeister Stefan Bissegger.    

Der Sekt darf beim Zieleinlauf des letzten Rennens nicht fehlen :-)


Seit dem 2. Dezember bin ich im ersten Trainingslager dieses Winters auf Gran Canaria. Bei besten Bedingungen arbeite ich intensiv an meiner Grundlage.

Super Trainingsgruppe auf Gran Canaria mit Thomas Litscher und Martin Gluth (Foto: Thomas Litscher)


Am 26. Dezember starte ich dann zum ersten Radquerrennen in diesem Winter, welches in Dagmarsellen stattfindet. Die weiteren Rennen sind dann am 2. Januar in Meilen und die Quer Schweizermeisterschaften vom 8. Januar in Dielsdorf.